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Laina

User

Registrierungsdatum: 21. März 2009

Beiträge: 8 509

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hamm

21

Samstag, 3. September 2011, 11:03

Zitat

Laina... ich kann das nicht beurteilen ... ich kann halt nur vom Allgemeinen ausgehen ... Jede Entscheidung , die grundsätzlich richtig ist kann in einem Einzelfall aus welchen Gründen auch immer falsch sein ....

Das weiß ich. :knuddel: Es geht eben da jetzt nur um meinen Fall. Grundsätzlich bin ich eurer Meinung: Pflegen solange es geht, wenn es eben eine Chance haben könnte. Aber damit wollte ich sagen: Man muss das im Einzelfall immerwieder neu entscheiden. Es gibt keine Pauschalregelung, dass z.B. E.C. Fälle immer gerettet werden können, oder Myxofälle immer nicht gerettet werden können, oder oder oder... Sondern man muss sich das Tier ansehen, um beurteilen zu können, ob es Quälerei ist oder nicht.
Danny, dass er die 7 Monate nicht mehr gemacht hätte ohne Lebenswillen stimmt so nicht. Er war zäh. Das war in diesem Fall das Blöde. 7 Jahre hatte er NIE etwas. Wirklich nie. Und dann kam E.C. Er war groß und kräftig und hat recht langsam abgebaut. Aber er HAT abgebaut, und das kontinuierlich. Hätte die PS mir etwas anderes berichtet am Telefon, zum Beispiel dass er hoppelt, oder dass er sich putzt, oder oder... irgendwas... Aber ich habe nach jedem Telefonat geheult, weil es immer schlimmer wurde. "Ja, er sitzt jetzt in der TB, weil er sich nur noch überschlägt." Eine Woche später:" Er liegt jetzt nur noch, bekommt dieunddie Medis (regelrecht vollgepumpt), weil der Eiter wandert." Wieder eine Woche später:" Ich hab ihn jetzt in einem Karton auf meinem Bett, denn er liegt ja nur noch und kriegt kaum Luft..." usw. ;( Und das ging Monat für Monat und ich hab so gebetet, er möge endlich von alleine gehen, damit sie ihn nicht weiter quält. ;( Er ist tatsächlich elendig eingegangen, und das hätte ich verhindern können, indem ich ihn hätte gehen lassen, anstatt ihn wegzugeben.
Aber wie gesagt, bei einem anderen Kaninchen kann es ganz anders aussehen.

Zitat

wenn ich gewusst hätte, dass laina heute so drauf ist, hätte ich es net geschrieben :weg:

Ganz ehrlich? Ich kann noch so gut drauf sein. Wenn mir jemand sagt, er hätte in meiner Situation.... obwohl er meine Krankheit nicht kennt und es mir tatsächlich NICHT MÖGLICH IST mal eben den Arsch zusammenzukneifen, dann werd ich sauer. Kann dir jeder, der das hat, was ich hab, so bestätigen, denke ich.


"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel, wenn Du nur Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst." Albert Schweizer

Uschi

ein Tier wie jedes Andere !

Registrierungsdatum: 12. März 2009

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Geschlecht: Weiblich

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22

Samstag, 3. September 2011, 13:03

Zitat

Was ich persönlich sehr schade finde ist zum einen, dass unter dem Vorwand, man möchte dem Tier zukünftige Schmerzen ersparen, selbst TÄ oft vorschnell einschläfern
genau DAS ist eins der Dinge , die in meinen Augen absolut nicht gehen !!! . Ein Tier lebt HEUTE , nicht gestern und nicht morgen .... wenn ein unheilbar kranker Mensch für sich entscheidet , daß er sterben will , weil er Angst hat vor dem was noch kommt und den Gedanken daran nicht ertragen kann , ist das tragisch aber SEINE Entscheidung . Ein Tier kennt eine solche Angst nicht ! es geht ihm JETZT noch rel. gut und es weiß nichts davon daß es vielleicht morgen stirbt . Es ist meine verantwortung , den RICHTIGEN Zeitpunkt zu finden ! Ich darf mich nicht aus dieser Verantwortung stehlen , indem ich vorher Schluss mache ! Jeder einzelne Tag , den das betreffende Tier noch hätte haben können ; jede Stunde , die es gerne noch gelebt hätte ... es ist ein Verbrechen , Jemeanden darum zu betrügen , nur weil man selbst Angst hat den " richtigen " Zeitpunkt zu verpassen ! und einem Tier , das die Chance auf Genesung hätte diese nehmen , wiel man Angst davor hat es leiden zu sehen , ist es schlichtweg Mord !

Zitat

Zum anderen ist es die Meinung der Leute, der oder die Einzige zu sein die wissen was gut ist. Und da es kein anderer besser oder wenigstens gleich gut kann, dann ist in diesem Fall für sie einschläfern die einzig richtige Methode
richtig ! Jede Vermittlung ist auch für mich ein echtes Problem . ... weil man bei aller Vorsicht das falsche Zuhause wählen kann... Und kranke - eingeschränkte Tiere gebe ich gar nicht weg ( Doch ... einmal habe ich es getan .... Laina, dahin wo auch dein Schatz gegangen ist ,, ICH habs nie bereut! ) Aber das heißt ja nicht , daß es nicht woanders sogar noch sehr viel besser aufgehoben wäre als bei mir ! Im Notfall ; eben dann , wenn ich selbst die Pflege aus irgendeinem Grund nicht mehr leisten kann ; muss ich eben eine solche Stelle finden !

Zitat

Aber damit wollte ich sagen: Man muss das im Einzelfall immerwieder neu entscheiden. Es gibt keine Pauschalregelung, dass z.B. E.C. Fälle immer gerettet werden können, oder Myxofälle immer nicht gerettet werden können, oder oder oder...
sag ich doch die ganze Zeit :aetsch:

Zitat

Er ist tatsächlich elendig eingegangen, und das hätte ich verhindern können, indem ich ihn hätte gehen lassen, anstatt ihn wegzugeben.
Wie gesagt ... rein theoretisch weil ich nicht involviert bin ; : Ich denke mal , Du hats ihn nicht sterbend abgegeben ? Sondern " nur " mitten in einem extrem schlimmen EC- Anfall ( das mit dem überschlagen u.,s.w. ist normal und kann lange dauern ; da gibts nicht immer so schnell Fortschritte ; obwohl es nicht hoffnungslos ist ) ? Nun ; in dem Zustand hab ich so manches meiner Tiere bekommen ( als hoffnungslose Fälle ) , daß jetzt noch zwar auf die eine oder andere Art eingeschränkt , aber fröhlich hier lebt ! Wenn man sie " hätte gehen lassen " um ihnen ein " elendiges eingehen" zu ersparen , hätte man sie in Wahrheit statt dessen um ihr Leben betrogen .... Laina ; niemand kann in die Zukunft sehen. man kann immer nur das beste versuchen ; und genau DAS hast Du getan !!! Der rest ist eben auch einfach Schicksal .. und dagegen hat man manchmal auch einfach keine Chance .....

Zitat

Aber wie gesagt, bei einem anderen Kaninchen kann es ganz anders aussehen.
eben ! Und weil man eben nicht in die Zukunft sehen kann ,sollte es heißen im Zweifel für das Leben !

Zitat

Es wäre schön wenn wir beim diskutieren bleiben könnten ohne Schlammschlachten gegen Leute zu beginnen, die sich hier dazu nicht äußern werden
zustimm :rot: ich hab das hier extra aufgemacht von einem anderen Thread weg , weil es nicht darum gehen soll , Einzelne zu be-ver-urteilen ...
Habt Ehrfurcht vor dem Leben ; auch der kleinsten Kreatur
Tierschutz ist nicht teilbar ! JEDES ! Tier hat das recht darauf !

Laina

User

Registrierungsdatum: 21. März 2009

Beiträge: 8 509

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Hamm

23

Samstag, 3. September 2011, 15:41

Nur kurz am Rande... Ich war vorher auch absolut überzeugt von ihr und hab dort auch schon ein Tier hingegeben, das ich aus schlimmen Verhältnissen geholt hatte, und ich kenne ja ihre Haltung, und wie sie sich kümmert. Aber DAS war nicht richtig. :blumen:
Doch, ich habe ihn sterbend abgegeben. Der Eiter war da auch schon da, und es war nichts mehr zu machen. Wie gesagt, es wurde nur rausgezögert. Wäre es ein E.C.-Schub gewesen, ohne weitere Erkrankungen, hätte man vielleicht was machen können. Aber das könnt ihr mir glauben oder auch nicht... ICH weiß es jedenfalls ganz sicher... Er hat mich angesehen vorher und sein Blick hat gesagt, er mag nicht mehr. Das ist auch das Letzte, was ich dazu sage, denn ich kanns ja nicht beweisen. Und das muss ich auch nicht. Ich bin selbst die, die doch erst letztens noch eine Maus bis zum letzten Atemzug begleitet hat, bei der auch von vornherein feststand, dass es nicht gut aussieht. Ich hab alles getan, was ging. Ich hab gepäppelt, Schmerzmedis gegeben, verschiedene ABs, Infusionsspritzen... Ich hab sie warm gehalten, den Käfig behindertengerecht eingerichtet, Pipi aus dem Fell gemacht, ihm die Beinchen geradegestellt, wenn sie weggeknickt sind... Bis es eben nicht mehr ging und der Eiter aus allen Öffnungen kam. Aber bei IHM hat man eben bis zuletzte gemerkt, dass er noch WOLLTE. Ich bin also komplett eurer Meinung! Nur muss man sich eben eingestehen, dass es auch andere Fälle gibt. Nämlich die, in denen das Tier NICHT mehr kann. Und dann sollte man es gut sein lassen. JE NACH FALL... Ich wiederhol mir...


"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel, wenn Du nur Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst." Albert Schweizer

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Wohnort: Dresden

24

Freitag, 9. September 2011, 15:44

Da hast du recht, Laina. Vielleicht kann ja ein Modi mal abtrennen und in's Katzenforum verschubsen?

GLG, Vanny

Gismo

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Registrierungsdatum: 25. März 2009

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Wohnort: recklinghausen

25

Freitag, 9. September 2011, 21:54

Holla sehr schwieriges Thema!



Da ich sehr viel mit Tieren zutun habe, kann ich nur zustimmen, es kommt immer auf die Tiere an und leider liegt es in der Hand der Menschen die dem Tier helfen Gesund zu werden, es dem Tod zu übergeben oder einer anderen Person.



Einem unheilbar erkranktem Tier noch solange wie möglich eine schöne Zeit zu gönnen finde ich für mich persönlich am schlimmsten.

Nicht für das Tier, aber diese Entscheidung wann nagt extrem.

Meine Emma habe ich am Mittwoch gehen lassen, sie hatte 4 O.Ps hinter sich und bösartigen Krebs.Vor einem Jahr hatte ich sie aus dem Tierheim geholt mit dem Wissen das es bösartiger Krebs ist und schon 2 O.ps stattfanden.Ich habe mich über jeden Tag den sie glücklich mit ihrem Kumpel über die Wiese gehoppelt ist gefreut und sie genau im Auge behalten. Nun konnte sie nicht mehr es gab keine Alternative aber es tut mir weh ob ich hätte früher handeln sollen oder vieleicht noch 1-2 Tage warten.

Ich bin nur ein Mensch und hoffe das ich das Richtige getan habe.

Damals bei meiner Fips wußte ich es genau aber da hatte ich auch 5 Jahre sie kennenzulernen und 1 Jahr mit ihrem Todesurteil.

Dennoch würde ich immer wieder wenn Platz ist einem Todeskandidaten ein Zuhause geben, sie wollen nur endlich Leben.

Ich habe auch schon 2 Tiere weitergegeben denen ich nicht gerecht werden konnte, dieses ist für mich eigentlich ein Graus, da ich die Verantwortung, die ich einmal für ein Lebewesen übernommen habe einfach abgebe.(ausgeschlossen Vermittlungstiere)

Beide Tiere brauchten Innenhaltung die ich ihnen nicht bieten konnte.Darunter auch ein behindertes Tier welches TÄ einschläfern wollten obwohl es noch jung war und somit doch noch besser in seine Behinderung hineinwachsen konnte(auch wenn es einmal nicht mehr gehjen sollte, aber man würde doch auch keinen behinderten Menschen töten.



LG Moni

Registrierungsdatum: 16. Juli 2011

Beiträge: 563

26

Dienstag, 13. September 2011, 13:43

Ich wünschte mir für mich persönlich, dass ich das auch so machen könnte wie bei den Tieren, bin ich schwer krank oder alt, dann gehe ich einfach und fertig. Aber nein, das darf ich nicht! Warum sehen viele das eigentlich bei Tieren immer gleich so negativ? Behinderte Tiere müssen doch nicht zwangsläufig leiden. Ich meine, jeder kennt sein Tier und weiss, ob es Lebenswillen hat oder nicht.

Ich mußte bisher jedes meiner Tiere einschläfern lassen und habe mich auch jedes mal schwer mit der Entscheidung getan. Aber wer liebt, muss auch im Interesse des Tieres handeln und manchmal gehört es dazu, loszulassen. Jedoch bei einer Behinderung gleich von 'Erlösung' zu sprechen, finde ich nicht in Ordnung.

Wir hatten mal in einem anderen Forum ein ähnliches Thema. Das Groteske daran war, dass sich ausgerechnet eine selbst behinderte Userin darüber ausgelassen hat, dass sich dieses Nin nur mit dem eigenen Schicksal arrangieren würde, aber keine Lebensfreude hätte. Ich war darüber so geschockt, dass ich diese Geschichte niemals vergessen konnte. Das Nin wurde neun Jahre alt und lebte sehr gut mit einem extremen Schiefköpfchen. Es hat gebuddelt, getobt, geschmust usw. Wer in den Fotos keine Lebensfreude erkennen konnte, muss mehr als blind sein. Ich weiss nicht, warum diese Userin so etwas schreiben konnte. Aber es zeigte mir deutlich, wie verbohrt und engstirnig manche einfach sind. Ich hoffe, dass keins ihrer Tiere je EC mit einem extremen Schiefkopf bekommt. ;( Manch einer sollte sich wirklich überlegen, ob er überhaupt Tiere halten möchte.

Ich habe immer schon gesagt, dass ich meinen Ninis eine Chance geben würde, sofern sie mit ihrer Behinderung zurecht kämen. Ich selbst habe ja ein gaaaaanz leicht behinderten Tony, wo man dreimal hingucken muss, um es zu sehen. Aber ich habe schon einige behinderte Ninis kennengelernt und war immer wieder überrascht, wie gut alles klappt. Das eine war süß: Das kleine Mädchen konnte die Hinterläufe nicht bewegen. Wenn es dort gejuckelt hat, ist es zu einem anderen Nin gerobbt und hat sich Hilfe geholt. Es ist erstaunlich, wie gut die Tiere damit umgehen.