Freitag, 23. Februar 2018, 23:34 UTC+1

Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Möhre und Co. - das Tierschutzforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies dir bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Ara84

User

Registrierungsdatum: 24. Februar 2015

Beiträge: 2

1

Dienstag, 24. Februar 2015, 09:47

Dilemma: Was tun, wenn das eigene Unternehmen schlecht mit Tieren umgeht?

Hallo ihr Lieben,

Ich stecke in einem kleinen Dilemma und würde gerne eure Meinung dazu hören!

Seit längerer Zeit schon arbeite ich als Biologe in einer Einrichtung, zu der auch ein wunderschönes Schmetterlingshaus gehört, in dem hunderte tropischer Schmetterlinge frei herumfliegen. Entsprechend groß ist auch die Wirkung auf die zahlenden Besucher. Den Tieren geht es dort auch wirklich gut, sofern man das als Mensch (selbst mit fachlichem Hintergrund) beurteilen kann.

Mein Problem ist also gar nicht die Haltung der Schmetterlinge, sondern was mit ihnen nach Ende der Ausstellung geschieht! Große Raupen und Puppen werden an andere Tropenhäuser geschickt, was auch gar kein Problem ist. Die geschlüpften Schmetterlinge aber werden direkt nach Ende der Ausstellung vergiftet! Zwar werden die Tiere ja meist eh nur 3 Wochen alt, aber statt die letzte Generation einfach auf natürlichem Wege sterben zu lassen, wird sie einfach getötet!? Natürlich kostet es mehrere hundert Euro pro Tag, das Haus auf Temperatur zu halten, aber sind das nicht Kosten, die man auf sich nehmen sollte? Ich erlebe das jetzt das zweite Jahr mit und meine Bauchschmerzen werden immer schlimmer...

Auch die Terrarien und Käfige für einige andere Tiere sind keinen Zentimeter größer als die gesetzliche Vorschrift. Wie hier mit den Tieren umgegangen wird, mag zwar noch legal sein, aber es ist einfach nicht in Ordnung!

Was soll ich nun also tun? Der Geschäftsführung ist das alles ziemlich egal. Da wird es nichts nützen, sie darauf anzusprechen, weil vor allem einfach die Zahlen stimmen müssen. Wenn ich mich aber an einen Tierschutzverein oder die Presse wende, schade ich meinem "eigenen" Unternehmen. Wenn die Öffentlichkeit davon erfährt, wäre der Image-Schaden vermutlich schon ziemlich groß, was sich wiederum auf die Sicherheit meiner Stelle ausüben würde.

Was würdet ihr tun?

Liebe Grüße
Ara

Registrierungsdatum: 25. März 2010

Beiträge: 3 685

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Berlin

2

Dienstag, 24. Februar 2015, 13:10

Das ist wirklich verfahren. Öffentlichkeit wäre auch meine Idee gewesen. Es ist ja wirklich ein überschaubarer Zeitraum, wenn die Tiere eine Lebenszeit von 3 Wochen haben. Kann das Hausfür diese Zeit nicht auch noch für Besucher geöffnet bleiben?

Ara84

User

Registrierungsdatum: 24. Februar 2015

Beiträge: 2

3

Dienstag, 24. Februar 2015, 16:45

Die Sicht der Geschäftsleitung ist, dass das Schmetterlingshaus für die Besucher nicht mehr attraktiv genug ist, wenn nur noch 20-30 Stück herumflattern. Deshalb werden zwei Wochen vor Schluss noch einmal neue Schmetterlinge besorgt, damit es bis zum letzten Tag ein beeindruckendes Erlebnis wird... Alles, was dann noch lebt... naja, ihr wisst es ja.

Sinalina

Fellnasen-WG sowie Taubenpäpplerin und Katzensitterin auf Zeit

Registrierungsdatum: 22. März 2009

Beiträge: 5 388

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Plauen/Vogtland

4

Dienstag, 24. Februar 2015, 19:55

Echt traurig. :( Und dass Privatleute die übrigen Tiere dann übernehmen? Es gibt doch sicher Leute, die privat Schmetterlinge halten und züchten und entsprechende Bedingungen für die Tiere bieten können.
Viele Grüße aus der Fellnasen-WG von Hope mit vier Kaninchen und sechs Mongolischen Rennmäusen


Registrierungsdatum: 23. September 2009

Beiträge: 5 393

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: frankfurt

5

Dienstag, 24. Februar 2015, 20:11

Sehr, sehr schwierig.

Weiß ad hoc keine Antwort.

Im Grunde bin ich ja immer für Öffentlichkeit ..aber dann dürftest Du nicht mehr dort arbeiten.

Und als Biologe (Diplombiologe ?) findet an ja nicht soo leicht eine Stelle.